Treue zu Menschen, nicht zu ihrer Tagesform

Wir haben neulich darüber gesprochen, was für uns die beste und wichtigste Erfahrung von christlicher Gemeinschaft war.Ich musste nicht lange überlegen:

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass andere für mich mit-geglaubt haben zu einem Zeitpunkt, an dem ich dachte meinen Glauben zu verlieren, mit dem Ergebnis, dass ich drangeblieben bin. Das ist für mich die höchste Form von christlicher Gemeinschaft.

Ich kenne Menschen, die an mir festgehalten haben, auch wenn ich und sie anders geworden sind. Dafür bin ich dankbar. Für Freundschaft, die über drastische Lebens- und Glaubensveränderungen hinweg besteht.

Am Ende der Tage zählt die Treue zu Menschen und nicht die Treue zu ihrem „Glaubens-Pegel“, ihrer Tagesform oder ihrer derzeitig bevorzugten Theologie. Um es mit Tocotronic zu sagen: „Am Ende bin ich nur ich selbst“.

Unsere Tagesform kann stark variieren. Wenn wir dann Menschen um uns haben, deren Treue zu uns nicht variiert, kann das Leben retten.
Neben gemeinsam lachen, Wein trinken und froh darüber sein, dass einem nie der Gesprächsstoff ausgeht, ist das für mich die höchste Form von Gemeinschaft.

Treue zu Menschen, nicht zu ihrer Tagesform. Weil Gottes Treue zu unserer Berufung weit über alles Sichtbare reicht.

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