Unbesorgt leuchten

Manchmal wirkt es so, als wüssten Christen nicht, was und wo sie ihren Dienst verrichten sollen.

  • „Ich suche noch nach meiner Vision, ich hoffe sie kommt bald.“
  • „Ich habe schon mehrere große Prophetien bekommen, dass ich einst Apostel der Völker sein werde.“
  • „In meinem Alltag gibt es keine Zeit und keinen Raum dafür Jesus zu bekennen.“
  • „Evangelisation ist etwas für Evangelisten oder wenn ich an einem Projekttag unserer Gemeinde teilnehme.“

Solche und ähnliche Aussagen schwirren durchs Land. Das Wort Gottes bringt unaufgeregt Klarheit und Wahrheit in das Gewirr, folgen wir Matthäus 4, 21ff:

„Kommt denn das Licht, damit es unter den Scheffel oder unter das Bett gestellt wird, und nicht vielmehr, damit man es auf den Leuchter setzt? Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar gemacht wird, und nichts geschieht so heimlich, dass es nicht an den Tag kommt.“

Das Licht der Welt lebt in dir. Du bist ein Leuchter, egal ob du dich gerade hell oder dunkel fühlst. Das unvergängliche Licht der Herrlichkeit Gottes erleuchtet deine Gedanken und Gefühle, deinen Geist, deinen Körper. Dieses Licht ist dazu bestimmt, Helligkeit zu schaffen. Verstecken gilt nicht.

Das schöne an dem Gleichnis ist: Es wirkt so einfach, sein Licht leuchten zu lassen. Das Versteckspiel („unter den Scheffel stellen“) hingegen bedarf eines Plans und einer bewussten Bemühung. Wir brauchen uns also gar nicht zu fürchten, unser Licht könnte verborgen bleiben. Solange wir es nicht unter dem Bett verstecken. Im Matthäusevangelium steht nämlich: …denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar gemacht wird“.

Das heißt: Du brauchst nicht zu befürchten dein Licht bliebe unsichtbar und ohne Wirkung. Ein Glaube ohne Früchte ist schlichtweg nicht möglich, es sei denn man tut etwas dafür. Du darfst getrost davon ausgehen, dass der, der in dir lebt, in gerade in deiner Familie, deiner Nachbarschaft, deinem Berufsalltag oder wo auch immer du dich aufhältst sichtbar werden möchte. Es kann gar nicht geheim bleiben, dass du einen lebensverändernden Glauben hast!

Dein Licht fängt nicht erst an zu scheinen, wenn du sieben Prophetien empfangen hast und eine anderthalbseitige Visionsbeschreibung für dein Leben vorlegen kannst. Du brauchst auch nicht ängstlich zu bangen, dass dein Umfeld wahrscheinlich gar nichts von Gott hören möchte. Oder dass es in deinem Leben keine Möglichkeit gibt, Jesus zu bezeugen.

Wo immer du bist, bricht das Reich Gottes an. Dieses Reich beginnt immer im Unsichtbaren und ist dazu bestimmt sichtbar und groß zu werden. Diese Wahrheit gilt auch für dein Leben. Also: Augen auf, mein Freund! Die nächste Chance kommt bestimmt.

Lass dich nicht entmutigen, ablenken oder in die falsche Richtung locken, von Vergleichen mit anderen (z.B. „ich bin kein begabter Evangelist), von Festlegungen (wie „ich kann nicht öffentlich von Jesus reden…“) oder anderem Unsinn (z.B. „man muss erst eine gewisse geistliche Reife erlangt haben, um anderen dienen zu können“).
Eine der schlimmsten Fallen, in die Gemeinden tappen können, sehe ich darin, dass sie ihre Mitglieder so beschäftigt halten, dass in deren Umfeld „der Nächste“ vor die Hunde geht. Ohne das auch nur ein Christ in ihrer Nähe gewesen wäre.

Enorme Kapazitäten in einer Gemeinde entfallen für die Organisation des gemeindeinternen Programm. Da fragt man sich, wie ganz normale ArbeitnehmerInnen noch nebenher Zeit finden sollen, ihre ArbeitskollegInnen oder NachbarInnen zu fragen, wie es ihnen geht, geschweige denn, ihr Haus und ihr Leben für „ihren Nächsten“ zu öffnen.

Der Dienst Jesu ist simpel und überall durchführbar. Du musst nicht lange suchen nach „Missionsopfern“ oder dem „visionären Dienst“, du kannst ganz bequem bei „deinem Nächsten“ anfangen. Der „Nächste“ ist dir nahe, wie das Wort sagt, du brauchst vermutlich nicht mal lange Wege zu ihm zurückzulegen. Denn „der Nächste“ ist schon längst in deinem Leben!



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1 Antwort zu “Unbesorgt leuchten”

  1. Hi zusammen

    Da sag ich nur noch AMEN!

    Gruss easyfisch

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