Led by his presence oder Die Wolke
„Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnung. … Sooft sich aber die Wolke von der Wohnung erhob, brachen die Kinder Israel auf, während aller ihrer Wanderungen. Wenn sich aber die Wolke nicht erhob, so brachen sie nicht auf bis zu dem Tag, da sie sich erhob.“ Exodus 40, 34-37
Sich erheben, wenn Gott sich erhebt und bleiben, wenn Gott bleibt, das ist kurzum das Programm einer erfolgreichen Wanderung durchs Leben. Die Kinder Israel erlebten auf diese Weise Gottes Führung und Beistand, Schutz und Ruhe, und nicht zuletzt: Ankommen im Gelobten Land.
Der Grund, weshalb wir manchmal auf Wegen herumstehen und uns fragen „Was mach‘ ich hier eigentlich?“ kann gerade daran liegen, dass wir uns erheben und losgehen, ohne Gott in Bewegung zu sehen oder umgekehrt, liegenbleiben, wenn es längst Zeit zum Aufstehen ist. Go with the wind.
Ich habe vor ein paar Tagen die Geschichte von einem Pastor (dessen Name ich leider vergessen habe) gehört. Dieser Mann war ein einfacher Farmer, der fragte: „Herr, was soll ich tun, um den Menschen in diesem Land (Indien)zu dienen?“ Es war die große Frage nach einer Vision oder zumindest einer Strategie, wie sich sein Missionseinsatz gestalten sollte.
An dieser Frage „Was ist eigentlich meine Vision?“ sind nicht nur viele Menschen glücklich geworden, sondern viele auch in den Wahnsinn getrieben worden. Man durchforstet Kindheit und Lernerfahrungen, geistlichen Werdegang und prägende Vorbilder, befragt sich selbst oder andere nahestehende Personen, „Was sind eigentlich meine Stärken?“, fertigt Charakter – und Persönlichkeitstests an, alles, um herauszufinden „Was ist eigentlich meine Vision? Wenn ich eine Berufung habe, welche und wozu?“
Der Mann in Indien erlebte folgendes: Er fand eines Morgens ein Baby vor seiner Haustür, ausgesetzt. Er war noch dabei sich zu fragen, wie er das Kind gut versorgen könnte, da lag am nächsten Tag ein weiteres Kind vor der Tür.
Die Bewohner des Dorfes hatten beschlossen, den christlichen Missionar zu testen, mal sehen, was er mit den Kindern machen würde. Der Mann setzte die Kinder nicht aus, zum Erstaunen der Dorfbewohner, die wie im Hinduismus üblich an Karma (alles Gute und alles Schlechte, was dir zustößt, hast du selbst durch deine Handlungen in einem früheren Leben herbeigeführt) glaubten und deshalb so etwas wie Hilfsbereitschaft nicht kannten. Der Missionar fragte sich, wie er all diese Kinder –denn es wurden immer mehr, da in Indien viele Menschen aus Armut ihre Kinder nicht ernähren können- versorgen könnte. Ihm fiel auf, dass es viele Witwen gab, die keine Arbeit hatten. So fing er an Witwen zu beauftragen, nach den verwaisten Kindern zu sehen. Dies war der Beginn einer großartigen Missionsarbeit, zahlreiche Kinderheime wurden gegründet, Gemeinden entstanden und viele Menschen fanden zum Glauben.
Dies alles geschah, nachdem jemand gefragt hatte „Herr, was willst du, das ich tun soll?“ und bereit war, zu sehen, was vor seiner Haustür lag.
Vielleicht kürzt dies auch deine Suche nach dem ‚großen Plan für dein Leben‘, der Berufung und der Vision deines Daseins ab: Schau nach, was vor deiner Haustür liegt und greif‘ zu!
Anders gesagt: Beweg dich, wenn Gott sich bewegt, und sei so konsequent nicht loszurennen, solange sich die Wolke nicht erhebt. Unser Gott ist Aktivität und Ruhe, Herr über den Moment und über die Ewigkeit, Einer in Allem.
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07. Mrz, 2010 







dazu fällt mir spontan dieses Lied ein:
http://www.youtube.com/watch?v=c2U3PU-E32E
Kim Walker – Where You Go I Go
Where you go I go
What you say I say
What you pray I pray
[Repeat 2x]
Jesus only did, What he saw you do
He would only say, What he heard you speak
He would only move, When he felt you lead
Following your heart, Following your spirit
How could I expect to walk without you
When every move that Jesus made was in surrender
I would not begin to live without you
For you alone are worthy you are always good
You are always good
You are always good
Always good
Always good
[Bridge]
Though the world sees and soon forgets
We will not forget
Who you are and what you’ve done for us
What you’ve done for us
You are my God
[Repeat 5x]
danke für eure texte. bin vor einiger zeit irgendwie hier gelandet und schaue seitdem immer mal rein, weil ihr oft das trefft, was ich denke oder brauche.
wir kennen uns zwar nicht persönlich, aber ich denke wir haben ähnliche glaubensansätze und dieselbe basis.
gottes segen für euch,
M.
Vielen Dank Mirko, das Lied ist eines meiner Favorites :-)
Liebe Grüße, Alex