Ruhe ist Teil der Erlösung
Hebräer 4, 1-13: Eine weitere schöne Begegnung mit dem Brief, der beinahe nicht in den Kanon aufgenommen worden wäre, womit Luther und die Reformatoren eine Fuhre Gold in die Wupper gekippt hätten, wie ich finde.
Du kennst das bestimmt auch: Abgehetzt und ruhebedürftig rast man durch die Wohnung. Auf der Jagd nach Ruhe kann es so einige Hindernisse geben: Kaum liegt man am Sofa, muss man noch etwas „ganz Wichtiges“ aufschreiben. Kaum atmet man durch, meldet sich die unvollendete ‚To-Do-Liste‘ zu Wort. Bis man erschöpft ins Bett sinkt.
Die Schreiber des Hebräerbriefes haben vor allem die verlorenen Kinder Israels vor Augen, wenn sie die Auswirkungen der unerlösten Identität beschreiben. Unglauben und Ungehorsam, „Verstockung des Herzens“, sind die Gründe dafür, dass Menschen nicht in die Ruhe Gottes eintreten können. Hast und Ruhelosigkeit sind die Plagen derer, deren Herzen unempfänglich für die Freundlichkeit Gottes sind. Viele Menschen suchen nach Ruhe. Wenige finden sie. Auch diejenigen, die bereits Gotteskinder sind, scheinen sich schwer zu tun mit der Ruhe.
Es ist nicht leicht am Sonntag den Griffel fallen zu lassen, wenn es eigentlich noch viel zu tun gäbe. Es kann mitunter ein Kampf sein, das Karussell im Kopf anzuhalten. Die Ruhe scheint nicht immer von alleine zu geschehen. Wir müssen unsere Werke schon loslassen, ansonsten haben wir ‚alle Hände voll‘ und können sie nicht in Empfang nehmen. Die gute Nachricht: Ruhe ist da. In Fülle. Du gehörst zum beneidenswerten Teil derer, die ihre Werke niederlegen können und die Früchte ihrer Arbeit genießen dürfen. Dazu ist die Sabbatruhe da.
Es ist Teil der Erlösung, dass du an der Ruhe Gottes teilhaben kannst. Du bist befähigt Ruhe zu halten. Weil du erlöst bist. Du hast die Macht zu sagen: Stopp! Ich habe jetzt Anteil an der Ruhe Gottes, weil ich sein Kind bin. Es liegt in deinen königlichen Genen alles stehen und liegen lassen zu können. „und von deinen Werken zu ruhen wie Gott von den seinen.“ Es ist Teil deiner Erlösung, dass du an der Ruhe Gottes teilhaben kannst. Man könnte auch sagen: Wer glaubt, der kann ruhen (ansonsten halt nicht).
„Denn wir, die wir glauben, gehen ein in die Ruhe Gottes. … Wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht von seinen Werken so wie Gott von den seinen.“ Hebr. 4, 3 und 10
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9. November 2009 







Was ich dabei besonders faszinierend finde, das der direkte Kontext ist: “Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist.”
Für mich heißt das, erst in dieser Trennung können wir in dieser Ruhe leben. Das Wort Gottes zeigt mir, wo ich immer noch in der Seele bemüht bin Dinge zu tun und eben nicht in dieser Ruhe lebe, die mir verheißen worden ist. Wenn ich mich im Geist bewege, dann bin ich auch in der Ruhe, weil ich dann die vorbereitet Dinge sehe, die Gott für mich hat.
Starke Sache das!
Hey Morti, vielen Dank für dein Kommentar. Du triffst es auf den Punkt!!!