Entstellt
Schlendern durch die Fußgängerzone in Speyer: Beschauliche Altstadt, Herbstluft, Lachen auf der Straße. Eine Familie kommt uns entgegen. Als ich ihr Kind,- ein ungefähr neun Jahre altes Mädchen sehe-, würgt es mich. Gänsehaut. Sprachlosigkeit. Das Gesicht des Mädchens ist auf einer Seite völlig deformiert, verzerrt, verschwollen. Ent-stellung. Ein schlimmes Wort. Jemand oder etwas ist seiner Stellung beraubt worden. De-Formation heißt, dass jemand oder etwas die ihm zugedachte Form verloren hat.
Entstellung der „zugedachten Herrlichkeit“ sehen wir nicht nur in Krankheiten, Unfällen und anderen Wunden des Körpers, sondern auch in Lebens-Unfähigkeit und miesen Zwangskrankheiten, in Angstneurosen und Minderwertigkeitskomplexen, in Bulimie und Beziehungsstörungen. Ich weiß mit aller Sicherheit, dass dies nicht dem Willen unseres Vaters entspricht. Ich weiß, dass diese Schrecklichkeiten nicht seinem Plan entspringt. Entstellung der Ebenbildlichkeit Gottes, körperlich, seelisch, geistlich, ist der Plan des Zerstörers.
Ich hasse es, wenn der Feind uns glauben machen möchte, dass Entstellung die Machtlosigkeit Gottes beweist. Dem halte ich eine wahre Geschichte entgegen, die ich gehört habe. John Wimber betete für eine Frau, die einen Bob-Haarschnitt hatte, d.h. er konnte ihre Ohren nicht sehen. Er erfuhr lediglich, dass die Frau taub war und betete für ihre Ohren. Ohne ihr die Hände aufzulegen. Die Frau konnte nach dem Gebet hören. Später erfuhr er, dass sie ohne Ohrmuscheln geboren worden war und deshalb nicht hören konnte. Die Ohrmuscheln der Frau waren nachgewachsen.
Yeah! Das ist unser Gott.
Entstellung ist das Werk des Feindes. Und nicht die Machtlosigkeit eines Gottes, der sich vor allem als liebender Vater inszeniert. Punkt.
Ähnliche Beiträge:

06. Nov, 2009 







Danke für die Klarstellung!
Ja, das ist unser Gott!