Keine Angst, keine Gier
Alex liest derzeit ein (säkulares) Buch über Umgang mit Finanzen. Der Autor sagt, dass der Umgang mit Geld bei den meisten Menschen von Angst oder Gier gesteuert wird.
Angst davor zu wenig zu haben. Gier nach mehr und mehr. Angst und Gier treiben nicht nur Menschen um, denen das Allernötigste fehlt, sondern auch Menschen, die ganz gut über die Runden kommen. Angst ist kein Umstand, Gier ist kein Umstand, sondern eine Haltung. Die ängstliche Haltung zu wenig abzubekommen oder die gierige Haltung zu kurz zu kommen in Gottes Versorgungsplan. Fest steht Angst und Gier entsprechen nicht dem Willen Gottes. Unmissverständlich heißt es in 1.Ti. 6,10: „Geldgier ist eine Wurzel allen Übels.“ Und in 1. Joh.4,17: „In der Liebe ist keine Furcht. Gott ist die Liebe.“ Angst und Gier gehören zum Gefühl von Gottes-Ferne, nicht zum Lebensgefühl der Gottes-Kinder.
An Gottes Versorgung –frei nach Matthäus 6- zu glauben ist manchmal leichter, z.B. wenn gerade ein Geschäft erfolgreich abgeschlossen wurde, und manchmal schwerer, z.B. wenn erhoffte Zahlungen ausbleiben. Sehr schnell kommt dann der Gedanke auf: Vielleicht versorgt Gott gar nicht, vielleicht habe ich etwas falsch gemacht, vielleicht ist es nicht richtig in Geldsachen Gott zu belangen. Viele Christen halten sich derartige Zweifel vom Leib, indem sie von vornherein Gottes Zuständigkeit auf den Bereich des geistlichen Wohl-Standes beschränken, und die ‚irdischen‘ Bedürfnisse mit sich selbst auszumachen versuchen. Die Bibel ist da etwas handfester: Hier ist die Rede von Nahrung und Kleidung, von Reichtum und Wohlergehen. Ganz materiell, ganz irdisch.
In den letzten Wochen habe ich gelernt, dass es zwei Möglichkeiten gibt auf finanzielle Durststrecken zu reagieren: Entweder ich höre auf an Gott als Versorger zu glauben oder ich halte fest daran an Gott als Versorger zu glauben. Am meisten geholfen hat mir, über das Wesen Gottes nachzudenken. Wie es die Bibel überliefert, wie ich und andere ihn erfahren haben. Dabei habe ich gemerkt, dass nicht die Tatsache, dass Gott uns versorgt, zur Verhandlung steht, sondern dass das Wann und Wie seiner Versorgung variieren kann. Gottes Wesen ist unveränderlich gut, väterlich fürsorgend und großzügig, daran ändert auch mein derzeitiger Kontostand nichts.
Maßgeblich ist für mich Psalm 84,12: Dort steht, dass Gott es seinen Gerechten an nichts Gutem mangeln lässt. Da, wo ich meinen gottgegebenen Fähigkeiten und Pflichten entsprechend handele, kann ich gewiss sein, dass Gott kein Gut(es) vor mir zurückhält.
Zeiten, in denen Gottes Versorgung unserer Ansicht nach nicht pünktlich oder in dem erwarteten Ausmaß geschieht, können unser Vertrauen schwächen, oder unseren Charakter von Angst und Gier reinigen. Sobald diese bitteren Gewächse‘ ausgerissen sind, lebt es sich sicher und unbeschwert (auch wenn der ‚Durchbruch‘ noch nicht da ist), habe ich gemerkt.
Wichtig: Die Sorgen da ablegen, wo sie hingehören. Zur Nachahmung empfohlen. Probier’s doch mal aus!


2. November 2009 







Gute Bibelstelle, die das auch sagt. :-)
[Hebr 13,5] Der Wandel sei ohne Geldliebe; begnügt euch mit dem, was vorhanden ist! Denn {er} hat gesagt: «Ich will dich {nicht} aufgeben und dich {nicht} verlassen», [Hebr 13,6] so daß wir zuversichtlich sagen können: «Der Herr ist mein Helfer, ich will mich nicht fürchten. Was soll mir ein Mensch tun?»
Ist übrigens ein interresantes Bekenntnis, wenn ich einen Mangel habe.
Ich hätte vielleicht ein anderes genommen.
Aber Gott ist halt Gott :-)
Helmut