Gut Ding will Weile haben oder: Halte durch!
Ich befinde mich gerade in einer sehr herausfordernden Phase meines Lebens, neben diversen Schwierigkeiten und Erfahrungen, die noch verarbeitet werden müssen, habe ich mich selbstständig gemacht. Eine Sache die seitdem stark angefochten wird, ist Gottes Versorgung in unserem Leben. Bisher hatte ich immer einen sehr festen Glauben, dass Gott uns versorgt und habe auch schon einige krasse Wunder erlebt, diesmal ist es anders – ich erlebe Gottes Versorgung nicht so, wie ich es erwarten würde und bisher erlebt habe. Ganz im “Word of Faith Stil” habe ich Gott schon aus seinem eigenen Wort vorgelesen, eine Stelle die ich gerne mag ist Matthäus 6,33:”Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und alles andere wird euch zufallen”. Der ganze Absatz ab Vers 25 hat die Aussage, das wir Gott mehr wert sind als die Vögel am Himmel und wenn er diese schon versorgt, dann auch uns.
Eine andere Bibelstelle steht in 2 Korinther 8,9 – Jesus wurde arm damit wir reich sein können.
Seit einiger Zeit kann ich diese geistlichen Wahrheiten nicht in meinem Leben sehen, ehrlich gesagt, hat mich das ziemlich krass fertig gemacht. Ja, bis zu dem Zeitpunkt an dem ich gemerkt habe, dass diese Dinge eben geistliche Wahrheiten sind.
- Das heißt erstens sind sie wahr, Jesus hat vor 2000 Jahren diese Welt durch seinen Tod gerettet und alles (Krankheiten, Armut…) auf sich genommen.
- Zweitens ist das ganze geistlichen Ursprungs, das heißt in der geistlichen Welt sind die Sachen schon da, in der realen noch nicht.
Als Daniel in der Löwengrube war und er zu Gott betete, schickte der sofort einen Engel los um ihn zu befreien, allerdings wurde dieser mehrere Wochen von einem Dämon aufgehalten, bis er endlich durchkam. Bei anderen dauerte es Monate, ja teilweise Wochen, bis ihre Gebete um Heilung erste Früchte zeigten. Seth Godin hat zu diesem Thema ein Buch geschrieben, obwohl er kein Christ ist. Es geht um “the dip” ein Zustand des Eintauchens in Schwierigkeiten, der entweder zum Aufgeben oder zum Gipfel und somit zum gekrönten Erfolg führen kann. Die wenigsten durchstehen diesen Zustand, deshalb gibt es auch so Wenige die wirklich erfolgreich sind.
Ich habe mich entschieden zu glauben, das heißt ich nehme Gott bei seinem Wort und ich halte durch, bis ich an der Spitze bin und die Saat ernte. Und ich möchte dich ermutigen, falls es dir genauso geht wie mir, weiter durchzuhalten und nicht auf das Sichtbare zu schauen, sondern zu glauben!
Jakobus 1,6-8 Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin- und hergeworfen wird. Ein solcher Mensch denke nicht, daß er etwas von dem Herrn empfangen wird, ein Mann mit geteiltem Herzen, unbeständig in allen seinen Wegen.
2 Korinther 4,16-18 Darum lassen wir uns nicht entmutigen; sondern wenn auch unser äußerer Mensch zugrundegeht, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert. Denn unsere Bedrängnis, die schnell vorübergehend und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare; denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.


20. Oktober 2009 







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