Wie die Blumen

Mit unserem letzten Umzug habe ich beschlossen, das Experiment zu wagen und Pflanzen für unsere Wohnung zu besorgen. Bisher habe ich –aufgrund glückloser Versuche- auf Grünzeug verzichtet. Eine der ersten Blumen, die ich gekauft habe, war ein kleines Rosenbäumchen. Es hat in den letzten drei Monaten extreme Höhepunkte (10 rote Blüten) und extreme Tiefpunkte (Blattabfall und Dürre) durchgestanden. Ich dachte, ich müsste das Bäumchen entsorgen, nachdem wochenlang nur braunes Gehölz und Laub zu sehen waren.

Seit einigen Tagen steht es jetzt an einem neuen Platz. Es ist heller da und langsam aber sicher kommen neue grüne Blätter zum Vorschein. Vor drei Tagen auch eine rote Blüte. Auffällig ist, dass mein Rosenbäumchen vor allem in eine Richtung grünt und blüht: Alle Blätter, sowie die Blüte strecken sich in Richtung Fensterscheibe, denn dort ist das Licht. Dieses einseitige Wachstum sieht vom Schreibtisch aus seltsam aus, ist aber ein enormer Wachstumsfortschritt, und außerdem ein tägliches Zeichen für mich. Mein Bäumchen wäre schon längst abgestorben, wenn es sich nicht so zielstrebig dem Licht entgegenstrecken würde. Es hat seine einzige Überlebensmöglichkeit erkannt und sich ihr konsequent in die Arme geworfen.

Dies ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein Mahn-Mal: Du musst dich dem Licht aussetzen, um zu wachsen. Beschwer‘ dich nicht, wenn dein Glaubensleben dürr und leblos ist, sondern werf‘ dich dem Licht in die Arme! Der Rest wächst von alleine.

Alles streckt sich dem Licht entgegen. Und wo das Licht ist, da ist Wachstum.
„ Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“ Psalm 36,10

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2 Antworten zu “Wie die Blumen”

  1. freue mich über jeden neuen Blogeintrag, danke!

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