Bekennen macht stark

Es ist gut Jesus zu bekennen. Das wissen die meisten (Christen), und doch tun es wenige; viele sehr ungern. Wir waren gestern auf einer Party und Alex hatte mehrere gute Gespräche. Das Beste an diesen Gesprächen war, dass er Jesus bekennen konnte. Völlig frei und ungeniert, mit Herz und Elan. Und zwar nicht in Form eines aufdringlichen Bekehrungsversuchs, nicht in Form einer strategisch durchdachten Missionierungsaktion, sondern einfach im Gespräch, auf einer Party mit Bierflasche und Erdnüssen in der Hand.

Keine Antwort auf Fragen, die niemand gestellt hat. Keine peinlichen „ich weiß nicht, ob du’s schon wusstest“- Floskeln, sondern „das hat Jesus in meinem Leben getan“- Sätze. Das hat gefunkt. Nicht nur bei den Zuhörern, sondern auch in Alex. Es tut nämlich gut, zu bekennen, woran man glaubt, worauf man seine Hoffnung setzt und wie man dazu gekommen ist. Nach solchen Gesprächen ist klar, wofür man lebt und was „die einzige Perle“ im Leben ist. Man merkt außerdem, welche Fragen Menschen wirklich bewegen (und nicht, welche man annimmt, dass Menschen sie bewegend finden).

Eine gute Sache. Rundum empfehlenswert. Ich finde, Christen sollten sich darum reißen, Jesus zu bekennen, mehr noch, sie sollten sich möglichst häufig Situationen aussetzen, in denen ein Bekenntnis gefragt ist. Daran hapert es oft. Ein Herz für Menschen nützt nichts, wenn man keine Menschen trifft, denen man sein Herz zeigen könnte. Kurzum: Frag‘ dich mal, wie oft du dich in Situationen befindest (oder bringst), in denen ‚Bekenner‘ gefragt sind! Hoffentlich mehr als nur einmal im Jahr, wenn deine Gemeinde einen ‚Straßeneinsatz‘ macht. Das sage ich übrigens nicht nur für die, die dein Bekenntnis brauchen, sondern auch für dich selbst. Gott zu bekennen, bringt dich in deine Bestimmung, weil Gott zu bekennen, das Ziel der gesamten Menschheit ist(„alle Zungen sollen Gott bekennen“ Römer, 14,11)!

Der Weg mit Jesus kann sich manchmal anfühlen wie ausgelatschte Socken und Gammelhose. Das ist meistens dann der Fall, wenn es keinen Anwendungs-Fall mehr für deine Überzeugungen gibt. Ich weiß jedenfalls: Die Schätze in mir will ich nicht horten. Was rumliegt, wird faul-ig. Lass es nicht soweit kommen, bzw. wirf dich in die Welt, falls Fäulnis um sich greift!

„Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung.“ Hebr. 4,14



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