Gottes Lieblingsplatz
Neulich hat uns Gott zu einem Opfer aufgefordert. Es handelte sich um einen Geldbetrag, den wir geben sollten. Nicht viel für manche, genug, wenn es gerade nicht so dicke ist. Das Geld hätte ich gerne anders ausgegeben, keine Frage. Alex, -nicht ich-, hatte den Eindruck, wir sollten etwas geben, und als er mir diesen erklärte, hörte ich mich nur sagen: „ Kein Problem, ich schreibe noch einen kurzen Brief dazu.“
Als ich damit fertig war und wir auf der Straße standen, sagte Gott einen einzigen Satz zu mir: „Satt werdet ihr mich nur wenig erleben.“
Plötzlich fiel mir eine Horde von Bibelstellen ein, die genau dies belegen: Gott offenbart sich denen, die ihn suchen, die hungrig sind. Das ist immer so gewesen. Dass Gott die belohnt, die seine Nähe ersehnen. Dass er den Demütigen dem Hochmütigen vorzieht.
Dies bedeutet im Umkehrschluss: Wenige Erlebnisse mit Ihm stehen für diejenigen bereit, die sich selbst genügen, die satt und gefräßig geworden sind, statt Gottes Reich zu suchen. Sich mit zu wenig zufrieden zu geben ist schädlich. Auf die eigene Bequemlichkeit ausgerichtet sein ebenso. Für alle anderen heißt die frohe Botschaft: Gott ist bei denen, die hungert und dürstet nach Gerechtigkeit. Seine Herrlichkeit wohnt unter den Perlen-Taucherinnen, den Schatzgräbern und anderen Königreich-Suchern.
Deshalb: Solltest du dich fragen, wo Gottes Lieblingsplatz ist, dann schau dich bei den Hungrigen um, nicht bei den Satten.
„Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“ Jak. 4,8
„Sucht, so werdet ihr finden.“ Mt. 7,7
„Gott belohnt, die ihn suchen.“ Hebr. 11,6
„Gott ist bei denen, die zerschlagenen und demütigen Gemütes sind.“ Jes. 57,15
„Selig sind die, die da hungert und dürstet nach Gerechtigkeit.“ Mt. 5,6
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5. Oktober 2009 







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