Rainy days
Frankfurt im Regen. Seit langem mal wieder. Dass ich bei Regen nicht trübsinnig werde, verdanke ich meiner Mutter. Sie ist selbst bei ärgstem Wetter mit mir nach draußen gegangen. Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt schlechte Kleidung, oder so.
Regentage haben den Vorteil, dass man seine Wohnung neu zu schätzen weiß. Es gibt doch nicht Schöneres als sich ganz und gar zu freuen zuhause zu sein. Seitdem wir jetzt in einer Dachwohnung leben, sind Regentage noch schöner: Die Tropfen auf den Dachfenster mauscheln im Hintergrund. Das permanente Tropfen vergewissert mich permanent, dass ich im Trockenen sitze.
Ein schöner Zustand und ein tolles Bild für ein Gefühl, das ich oft habe, wenn ich in Gottes Gegenwart bin: Im Schatten seiner Flügel, nennt der Psalmschreiber das. Wie unter Panzerglas, sage ich. Man sieht, dass es draußen schlimm abgeht und weiß genau: Mich trifft’s nicht, denn ich sitze sicher unter Seinen Fittichen.
Das Gefühl ist besonders kostbar, wenn es nicht immer so (gewesen) ist. Angstzustände, akute Bedrohung oder „mitten im Sturm-Situationen“ zeigen uns eindringlich wie zerbrechlich das Leben ist.
Ist unangenehm, -vor allem, wenn man denkt: „Eigentlich bin ich stärker“-, sich so zerbrechlich zu fühlen. Zerbrechlich und trotzdem Löwin/ Löwe. Das bist du.
Wenn du gerade keine Krallen hast, die du deinen Feinden zeigen könntest, versteck‘ dich unter den Fittichen deines Vaters. Seinem Schutzschild kannst du vertrauen. Und dich sicher fühlen, wie im Trockenen, während draußen das Wetter tobt.
„Er wird dich mit seinen Fittichen decken und du wirst Zuflucht haben unter seinen Flügeln.“ Ps. 91, 4
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11. September 2009 







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