Liebe hofft immer

Ich habe heute von der schweren Erkrankung eines Schülers erfahren. Ganz nebenbei. Geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Während ich nachhause gefahren bin, habe ich gebetet und nachgedacht.
Mir ist klargeworden: Gott ist nie hoffnungslos. In seinen Augen gibt es kein Aufgeben. Weil die Liebe nicht anders kann als immer zu hoffen. Es entspricht dem Wesen der Liebe zu hoffen. Wenn Gott trauert, dann, weil (mit-)leidet. Nicht, weil keine Hoffnung mehr besteht. Gott weint um das Leid der Verlorenen, nicht, weil er hoffnungslos ist. Hoffnungslosigkeit herrscht da, wo keine Sicht mehr vorhanden ist, wo nicht mehr vorstellbar ist, dass aus dem Verlorenen ein Geliebter werden kann. Gott aber kann nicht anders als zu hoffen und den bestmöglichen Ausgang anzunehmen. Weil er Liebe ist.

Beten heißt Gottes Blick auf Menschen und Situationen zu gewinnen. Beten meint, die Ebenen zu wechseln und uns aufzuschwingen zu Gott und von diesem ‚höchsten‘ Platz aus Seinen Sieg auszurufen. Über alles. Deshalb werde ich für den besten Ausgang beten. Nicht weniger. Weil Beten mehr ist als Klage.
Die Liebe kann nicht anders als das Beste zu hoffen. Und das werde ich auch.

„Gott ist die Liebe.“ 1. Joh. 4,16
„Die Liebe glaubt alles, hofft alles, erduldet alles.“ 1. Kor. 13, 7



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