Freakstock 2009 Rückblick 3: Das Neue umarmen

hugIch weiß, dass es komisch klingt, aber ich hatte mehrfach den Eindruck, dass wir Freaks an falschem ‚Traditionsbewusstsein‘ leiden. Ich weiß natürlich, dass die wenigsten Freaks von sich sagen würden, sie seien traditionsbewusst und konservativ. Deshalb will ich erklären, was ich unter “falschem Traditionsbewusstsein” verstehe:
Nicht zum Freakstock zu fahren, weil es nicht mehr wie immer in Gotha stattfindet.
Oder: Nägel schwarz lackieren, abgewrackte Kleider rauskramen, weil es zum Freakstock, dem Fest der coolen Christen, geht. Wenn Lieder zu Hymnen werden, die geist-los mitgeschrien werden. Dein Leben geht langsam aber sicher den Bach runter, dein Herz ist leer wie Aldi nach 20 Uhr und dein Geist so trocken wie Knäckebrot. Trotzdem: Bier im Übermaß und den Tag verschlafen, weil man es immer so gemacht hat. Freakstock-Zeit, Zeit den coolen Christen raushängen zu lassen. So wie jedes Jahr. Das meine ich mit falschem Traditionsbewusstsein. Genug des Schlechten. Ich will eigentlich darüber schreiben, wofür ich gebetet habe:

Freakstock, das Fest der abgezogenen Masken.
Freakstock, das Fest der Liebe, die Grenzen überwindet.
Freakstock, das Fest der Heimkehr zum Papa.

Mein Song zum Gebet: Jesus-Burger ‚Lasst den König ein‘. Hier heißt es: „Geht auf, ihr alten Tore geht auf und lasst den König ein!“ Bist du bereit?

Falsches Traditionsbewusstsein brechen und dafür vor den Thron des Königs fallen. So wie du bist. Umarme das Neue.
„Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige. Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?“ Jes. 43,18f



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8 Antworten zu “Freakstock 2009 Rückblick 3: Das Neue umarmen”

  1. Seid lieb gegrüßt !
    Toller Blog

    Fema aus TPLF ;)

  2. Sehr gute Gedanken!
    Segen Euch!

  3. Liebe Alex,
    ja, schön geschrieben, finde ich auch.

    Ich verstehe Deinen Kommentar auf meinen Blog nicht ganz, muss aber noch mal drüber nachdenken. Sonst wäre eine Erklärung per Mail oder so echt nett. Bis dann
    Martin

  4. … achso, jetzt verstehe ich etwas, was du meinst.

    Schon komisch, ich bin da auch eher immer anders dran gegangen. Aber wenn das nun mal so ist, dann musst Du halt aufs Willow kommen. Ich werde das ab sofort auch machen und das Freakstock besuchen, wenn es geht.
    Bis dann

    Martin

    • Hey Martin,
      Linda und ich sind seit einiger Zeit (4 Jahre) nicht mehr bei den Freaks – fühlen uns nach diesem Freakstock aber wieder stark zugehörig – kennen auch genug Leute um aufs Willow zu fahren, das wäre also kein Problem.
      Ich finde es nur schade, dass das Freakstock zu einem normalen christlichen Festival verkommen soll, nachdem ich dort Jahr für Jahr geistlich aufgetankt habe wie ein Öltanker. Es macht mich außerdem sehr traurig zu sehen, wie viele Teilnehmer überhaupt nicht mehr in die Seminare und Workshops gehen. Früher war der Zeltplatz und die ganze Gegend rund ums Stock wie lehrgefegt beim Hauptseminar, dieses Jahr hatte ich das Gefühl das viele Leute einfach keinen Bock drauf hatten dorthin zu gehen.
      Auch sind viele einfach Sonntagmorgen nach einer durchzechten Nacht ‘abgehauen’ ohne das geile Seminar mit den Hamburgern mitzunehmen.
      Besonders als Teil des Ministry-Teams, in dem Linda und ich dieses Jahr waren, sind uns solche und ähnliche Sachen aufgefallen.
      Natürlich kann man keinen dazu zwingen an Seminaren und Workshops teilzunehmen, aber ich wünsche mir tief in meinem Herzen, dass das Freakstock wieder zu einem “Welcome Home” Treffen wird – nicht nur weil man alte Bekannte trifft, sondern weil man Zeit in einer himmlischen Atmosphäre mit Vater, Sohn und Heiligem Geist verbringt…

  5. Hi ihr zwei ( drei)!

    toller blog! ich mußte erstmal lachen!
    Aber genau deswegen, weil ich mich auch so leer gefühlt habe wie schon lange nicht mehr und ich wollte einfach mal DANKE sagen an Gott meinen Papa das er mich so aufgetangt hat! Dieses Freakstock hat mir soviel gegeben das ich es gar nicht beschreiben kann außer vielleicht mit einem Ineren Frieden den mir Gott geschenk hat.
    Ich kam mit vielen Ängsten und Problemen auf den Freakstock und ich habe sie einfach dort gelassen bei meinem Papa, der sich dann um alles gekümmert hat, und mich wiedermal daran erinnert hat ICH bin sein KIND und egal wie scheiße die welt ist ich bin von ihm GELIEBT ! DANKE GOTT das du mich LIEBST !

    Eure Schwester EVE

  6. Hi Linda und Alex,
    toller Blog und Eintrag: Neues Umarmen !
    Da ich das Gelände schon vom Willow kannte, beachtete ich weniger schwerpunktmäßig so die Struktur-Gegebenheiten. Und trotzdem war es wieder anders als das Willow, was die Übernachtungsqualität anging, denn da pennten wir in den Kassernen-Blöcken. Ich hab mich auch gefragt, kann man traditionbewußtsein denn so einfach ablegen, und werden wir nicht immer an den guten Alten Zeiten rumknabbern? Ich weiß nicht mehr um das wievielte Freakstock es sich bei mir handelt, aber irgendwie spühre ich das wir erwachsener geworden sind, zumindest die 2 Generation die sich von Irokese und Dredds getrennt hat und lieber auf ner Matratze ratzt als auf einem holprigen Grasboden im geschichtsträchtigen Zelt.
    Mir ist dann auch so bewußt geworden das ich nicht mehr der jüngste bin, und die Jahre mit den Freaks auch nicht so spurlos an mir vorbeigegangen sind…
    Und doch gewinne ich einigen alten Traditionen einiges ab, wenn ich mich reflektiere… So ist es hernach doch gut gewesen – trotz Verspannungen und Halsschmerzen im Zelt geschlafen zu haben, was dazu führte das ich jeden morgen recht früh wach war, weil alles weh tat, um mit Gott viel Zeit zu verbringen und ne gute Mornig-Praise-Zeit zu haben.:-) (Das hätte ich vermutlich bei mehr Wohlstand nicht gemacht… und Gottes “love and tuch” nicht erlebt)
    Was ich damit sagen möchte ist das: Ich finde traditionsbewußtes Denken und Leben in Ordnung, sind es doch Werte die uns Position verschaffen, was wir doch alles mit Gott erlebten als wir zum Glauben kamen und die uns ein unkonvenionelles Bild von Jesusnachfolge schenkten. Doch sollten wir auch, und das finde ich noch wichtiger, Veränderungen zulassen, das heißt auch von Traditionen lassen die uns blockieren, die verhindern näher zu Jesus zu kommen. Alles andere wäre auch geheuchelt, wenn wir nur auf dem Freakstock wären weil wir schon immer Party gemacht haben und hier coole Leute sind die “karnevalsartig” andersartige Nachfolge darstellen. Ich wünsche mir einfach das wir von unserem Herzen zu Gott hin erwachsener werden, das es weniger darum geht wie wir ne gute Zeit haben, sondern das Gott an uns ne gute Zeit hat, das wir wieder Kinder mit aufrichtigem treuen Herzen sind die sich gebrauchen lassen, so wie sie sind und wie wir wirklich sind.
    In diesem Aspeckt, beginne ich meinen Tag, und stelle fest das man das was man anderen verschenkt, man von Gott auf vielfache weise zurückbekommt. Aber es kommt auf die Reihenfolge an, die unabhängig von jeder Erwartung ist. Und so fahre ich auch nächstes Jahr zum Freakstock, auch wenn sich wieder einiges verändert haben sollte, mit den Eindrücken der alten Freakstock-Erlebnisse im Gepäck, aber mit einem suchenden, lobenden und um “seinetselbstwillen” liebendem Herzen, das meinem wunderbaren dreieinigen Gott gehört.
    Segenregen
    MC

  7. @Alex

    Ich habe zum Thema “Auftrag von Freakstock” auch einen Kommentar auf Martin’s Blog hinterlassen.

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