Erweckung in Salzburg

Letztes Wochenende waren wir spontan in Salzburg um uns die dortige Erweckung live anzuschauen und natürlich einen kräftigen Schniff mit nach Frankfurt zu nehmen.
Die Gemeinde von Michael Stadler (Glaube der Liebe) ist Gastgeber der diesjährigen Sommerbibelschule von Markus Thiemann (Gnade und Gerechtigkeit Ministries). Durch prophetische Worte und Zeichen hat Gott bestätigt, dass dies keine „ganz normale Bibelschule“ sein wird, die nach wenigen Tagen zu Ende ist, sondern dass eine Zeit der Erweckung begonnen hat.

Zunächst muss festgestellt werden: Erweckung ist kein neutestamentlicher Begriff, lediglich das Verb erwecken finden wir im Alten und Neuen Testament, vornehmlich wenn es um Menschen (Nachkommen, Tote, Priester, Hirten) geht, die ins Leben oder in eine bestimmte Aufgabe gerufen werden sollen.

Wenn wir von Erweckung sprechen, meinen wir das sich manifestierende Reich Gottes. Das manifeste Reich Gottes, wie es im Wirken Jesu, aber auch in den großen Erweckungsbewegungen neuerer Zeit, sichtbar geworden ist, bringt spürbare Veränderung mit sich: Heilung, Befreiung, Errettung. D. h. das angebrochene Reich Gottes, das in uns, zwischen Menschen und oft nahezu unbemerkt, wie ein kleiner Same im Erdboden, heranwächst, wird in Erweckungsbewegungen anfassbar, sichtbar, messbar.

Dementsprechend beginnt Erweckung bei denen, die bereits glauben. Weil das Reich Gottes in jedem Gläubigen bereits angebrochen ist, sind wir als Christen die ‚Andockstelle‘ für das nach Ausbreitung strebende Reich Gottes. Durch eine neue und intensive Offenbarung der Liebe und Heiligkeit Gottes geschieht Erneuerung der Sinne, so dass Menschen zu Trägern oder ‚Gefäßen‘ der Herrlichkeit Gottes werden.

Wir halten deshalb die Geschwister in Salzburg besonders in Ehre, weil sie sich als ‚willige Gefäße‘ für Gottes Gnade und Herrlichkeit bereitgestellt haben. Wir sind fasziniert von Gottes Wirken dort: Viele haben dort bereits Heilung und Befreiung erfahren und wir glauben, dass das noch längst nicht alles war, was Gott in und für Salzburg tun möchte.

Erweckung beginnt zwar bei denen, die glauben, sie bleibt aber nicht hinter den Mauern unserer Kirchen und Gemeinderäume. Erweckung greift über auf Menschen, die Gott ferne stehen, breitet sich aus in Städten und Gebieten, ja sie kann ganze Länder und Nationen verändern.

Der Grund dafür: Das Reich Gottes ist dazu bestimmt sich auszubreiten. Es kann nicht anders, es entspricht ganz und gar dem Willen Gottes, dass sein Reich wächst. Jesus ist gekommen um „ein Feuer zu bringen, und wie sehr wünschte er, es würde schon brennen. (Lk. 12, 49) Das Evangelium soll allen Nationen verkündet werden, in Wort und Tat sollen Menschen die Gnade und Güte Gottes erfahren. Erweckung ist deshalb nicht auf einen bestimmten Ort begrenzt, sondern Gottes Wille für den gesamten Planeten.

Als wir in Salzburg waren, haben wir ein Stück von Gottes Herzenswunsch für Europa gesehen: Dass Menschen sich auf eine direkte Begegnung mit Ihm einlassen, dass endlich der Schleier, der vielen Menschen die Sicht versperrt, fortgenommen, Gott in Seiner Liebe sichtbar und Jesus als König gefeiert wird.

Weil wir mit unserem ganzen Herzen, Sinnen und Trachten das Reich Gottes suchen wollen, reisen wir zu jeder, für uns erreichbaren Erweckung. Es ist ansteckend und ermutigend ist, zu sehen, wie Gottes Reich Gestalt annimmt. Und es macht Hunger und Hoffnung solches und Größeres im eigenen Umfeld zu erleben.

Jeden Abend kann man ab 19.30 den Livestream hier anschauen.

„…und er ging betrübt davon.“

Heute morgen wurde ich an eine Geschichte erinnert, die ich schon seit Kindertagen kenne und die mich nie sonderlich angesprochen hat: Die Geschichte vom reichen Jüngling.
Der reiche Jüngling ist ein strebsamer, gottesfürchtiger, junger Mann, der aus echtem Interesse fragt, was er abgesehen von den Zehn Geboten tun kann, um das ewige Leben zu bekommen.

Jesus gibt ihm folgende Antwort: „Geh hin und verkaufe alles, was du hast, gib es den Armen, nimm das Kreuz auf dich und folge mir nach!“ (Markus 10, 21)

Für all diejenigen unter uns, bei denen der akute Reichtum noch nicht ausgebrochen ist, dürfte die Pointe der Geschichte („leichter kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher in das Reich Gottes“) vermutlich wenig relevant sein. So ging es mir auch. Bis heute Morgen. Weiterlesen…

Tourguide

Angenommen du bist leidenschaftlicher Jäger, eine exzessive Jägerin. Du hast die Möglichkeit an einer aufregenden Safari inmitten eines riesigen Gebietes voller außergewöhnlicher Tiere teilzunehmen. Du entscheidest dich: Ja, ich will die Gelegenheit ergreifen, ich will auf Safari gehen.

Du steigst in den Flieger, du siehst unter dir das aufregend schöne Land. Am Flughafen angekommen befindest du dich in einem riesigen Gewimmel von Menschen, die dir als Gast aus fernem Land ihre Hilfe anbieten. Tourguides, Taxifahrer, Busse und Touristikagenten scheinen sich um dich zu reißen. Weiterlesen…

Reise mit leichtem Gepäck

Aus Glauben zu leben oder im Glauben Schritte zu gehen, fühlt sich manchmal an wie Fliegen. Man hebt vom sicheren Boden ab, verliert den festen Grund unter den Füßen und befindet sich nun in einer anderen Sphäre: Dem Reich des Windes, der freie Luft. Schön und ungewohnt zugleich.

Vor einigen Tagen machte ich einen Spaziergang, ich sah diese Abflugphase vor mir und fühlte mich gleichzeitig angestrengt. Da flüsterte Gott mir zu: „Du brauchst dich nicht mit deinen Armen in die Luft strampeln. Lass dich von meinem Wind in die Luft heben. Ich trage dich in die Höhe. Dann ist es ganz leicht.“ Ganz nach dem Motto: „Der Herr wird für euch kämpfen und ihr werdet stille sein.“ (2.Mose 14,14)

Viel Leid und Plackerei kommen daher, dass wir Lasten tragen, die wir nicht tragen müssen. Weiterlesen…

„…und er ergrimmte im Geist…“

Einer der erfolgreichsten christlichen Heiler der Gegenwart ist Curry Blake. Er sagt (sinngemäß übersetzt): „Um Sünde und Krankheit zu überwinden, müssen wir Sünde und Krankheit verabscheuen, wir müssen sie hassen, um uns und andere davon zu befreien.“
Das ist ein Schlag vor den Kopf von allen, die sagen: „Nimm die Krankheit als einen Teil von Gottes Weg für dich an“ oder „Nimm dich an, auch mit allen Fehlern (Sünden), die in deinem Leben sind“.
Gebete im Stil von „Herr, wenn du willst, so nimm meinem Bruder doch diese Krankheit…“ oder „wenn es dein Wille ist, dass ich geheilt werde, so tu es, wenn nicht, hilf mir die Krankheit anzunehmen“ sind damit als ungültig/ unwirksam erklärt. Weiterlesen…

Jerusalem, die Freie

„An den Strömen Babels saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten. An den Weiden, die dort sind, hängten wir unsere Lauten auf. Wie sollten wir ein Lied des Herrn singen auf fremdem Boden?
Vergesse ich dich Jerusalem, so erlahme meine Rechte! Meine Zunge soll kleben an meinem Gaumen, wenn ich nicht an dich gedenke, wenn ich Jerusalem nicht über meine höchste Freude setze!“ Psalm 137, 1-6

In Babel, der Stätte ihrer Gefangenschaft, sitzen die Kinder Israels und weinen. Das Volk Gottes zerstreut und vertrieben in ein fremdes Land, umgeben von Peinigern und bedrohlichen Gegnern. Die Tränen kommen ihnen, wenn sie an Zion, der Ort der Freiheit und Übereinkunft mit ihrem Herrn, denken. Das Singen ist dem Volk Gottes vergangen, die Zeit der Freude vorbei. Ihre Instrumente haben sie an den Nagel gehängt. Im Angesicht der Peiniger zu singen, von Freiheit und Frieden, dem geliebten Jerusalem, das fällt ihnen schwer. Sie fragen sich: Wie können wir als Gefangene von Freiheit singen? Wie können Gefangene von einer Freude singen, an der sie keinen Anteil haben?
Der Schmerz über das verlorene Jerusalem sitzt so tief, dass Gesang nicht denkbar ist. Weiterlesen…

Frei gemacht

Obwohl ich seit über einem Jahrzehnt bewusst Christin bin und unzählige Gottesdienste in verschiedenen Gemeinden, Bewegungen und Denominationen besucht habe, kann ich nicht sagen, ich hätte die Vielzahl unter ihnen genossen. Genossen im Sinn von ‚zufrieden mit etwas sein‘, ‚den kostbaren Moment auskosten‘ , ‚etwas geht runter wie Öl‘, sich wohl und frei fühlen.

Ganz im Gegenteil: Es gab viele Gelegenheiten, in denen ich aus einer frohen sonntäglichen Stimmung durch Lobpreis und Gottesdienst niedergedrückt wurde. Beim Hinaustreten aus dem jeweiligen Gebäude stellte sich oft ein Gefühl von Erleichterung ein. Weiterlesen…

Getting lost

Was wir am meisten brauchen, klingt paradox: Uns verlieren. Ich habe ein wunderbares Lied gehört mit dem Text ‚Getting lost in the gaze of your eyes‘ (Sich verlieren in dem Blick Deiner Augen). Dieser Text ist die Kurzzusammenfassung eines unbeschreiblich glücklichen Zustandes. Der Psalmist sagt dazu: Von allen Seiten umgibst du mich. Wie Wasser, in das du eintauchst, es umgibt dich von allen Seiten und du fühlst dich schwerelos.

Das, was wir unsere Persönlichkeit, unsere Werte und Überzeugungen nennen, ist oft nicht mehr als eine Ansammlung verkrusteter, alter Schichten von wiederholten Sätzen. Vielleicht kennst du das Gefühl gelangweilt von deinen eigenen Gedanken zu sein. Weil sich immer alles im Kreis dreht. Vielleicht kennst du das Gefühl, nichts bewegt sich. Stillstand, Unbeweglichkeit. Weiterlesen…

Glaubt ihr nicht an die Auferstehung…

Ostern ist da, das Fest der Auferstehung Jesu. Die meisten Menschen in unserem Land denken an Ostereier suchen, Frühlingsanfang und die Kreuzigung Jesu, wenn sie Ostern hören. In den Evangelien werden die drei entscheidenden Tage als Geschichten des Zweifels (Zweifel= Herausforderung zum Glauben) erzählt. Denken wir an den Weg nach Emmaus, oder die Geschichte von Thomas. Die Jünger auf dem Weg mögen sich gefragt haben, ob sie Beruf, Haus und Familie umsonst aufgegeben haben, um sich nun erneut ohne ihren Helden durchs Leben zu schlagen. Thomas will Jesus anfassen, um sicherzugehen, dass es tatsächlich der ‚echte‘ Jesus ist, der vor ihm steht. Weiterlesen…

Unbesorgt leuchten

Manchmal wirkt es so, als wüssten Christen nicht, was und wo sie ihren Dienst verrichten sollen.

  • „Ich suche noch nach meiner Vision, ich hoffe sie kommt bald.“
  • „Ich habe schon mehrere große Prophetien bekommen, dass ich einst Apostel der Völker sein werde.“
  • „In meinem Alltag gibt es keine Zeit und keinen Raum dafür Jesus zu bekennen.“
  • „Evangelisation ist etwas für Evangelisten oder wenn ich an einem Projekttag unserer Gemeinde teilnehme.“

Solche und ähnliche Aussagen schwirren durchs Land. Das Wort Gottes bringt unaufgeregt Klarheit und Wahrheit in das Gewirr, folgen wir Matthäus 4, 21ff:

„Kommt denn das Licht, damit es unter den Scheffel oder unter das Bett gestellt wird, und nicht vielmehr, damit man es auf den Leuchter setzt? Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar gemacht wird, und nichts geschieht so heimlich, dass es nicht an den Tag kommt.“

Das Licht der Welt lebt in dir. Du bist ein Leuchter, egal ob du dich gerade hell oder dunkel fühlst. Das unvergängliche Licht der Herrlichkeit Gottes erleuchtet deine Gedanken und Gefühle, deinen Geist, deinen Körper. Dieses Licht ist dazu bestimmt, Helligkeit zu schaffen. Verstecken gilt nicht. Weiterlesen…

Bauvorhaben aus freien Stücken

Ich lese gerade das 2. Buch Mose (Exodus) mit Begeisterung. Insbesondere die letzten Kapitel (35-40 )wirken auf den ersten Blick wie endlose Aufzählungen von Materialien. Silber, Gold, Schmuck, Bretter, Zelte, Ziegenhaar.
Zwischen den Zeilen steht (wie immer) mehr. Ich lese daraus: Unser Gott ist ein Künstler, der Vater der Kreativität, ein detailverliebter Ästhet. Er hat nicht nur genaue Vorstellungen von seinem Bau der Stiftshütte, er befähigt außerdem Künstler, diese Arbeit auszuführen. In Kapitel 35 (ab Vers 30) finden wir die Berufungsgeschichte eines Künstlers, Bezaleel ist von Gott befähigt die künstlerische Arbeit und die Unterweisung von Mitarbeitern zu übernehmen.

Doch nicht nur das: Der große Gott will, dass sein Volk eine“ freiwillige Gabe“ (2. Mose 35, 5)für Seine Wohnung gibt. Die Stiftshütte ist das Zeichen für die Gegenwart Gottes, Seine „Wohnung“ (2. Mose 36,8), ein Heiligtum vor den Augen der Welt. Zum Bau der Stiftshütte legt Gott seinem Volk keine Zwangsabgabe auf, er möchte freiwillige Geber, Menschen, „die ihr Herz dazu treibt“ (35,26)aus freien Stücken Gaben zu bringen. Menschen mit einem „willigen Herz“ (35,29).

Wie aber kommt es dazu, dass man aus freien Stücken gerne gibt? Wodurch wird das Herz „willig“? Weiterlesen…

Led by his presence oder Die Wolke

„Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte die Wohnung. … Sooft sich aber die Wolke von der Wohnung erhob, brachen die Kinder Israel auf, während aller ihrer Wanderungen. Wenn sich aber die Wolke nicht erhob, so brachen sie nicht auf bis zu dem Tag, da sie sich erhob.“ Exodus 40, 34-37

Sich erheben, wenn Gott sich erhebt und bleiben, wenn Gott bleibt, das ist kurzum das Programm einer erfolgreichen Wanderung durchs Leben. Die Kinder Israel erlebten auf diese Weise Gottes Führung und Beistand, Schutz und Ruhe, und nicht zuletzt: Ankommen im Gelobten Land.

Der Grund, weshalb wir manchmal auf Wegen herumstehen und uns fragen „Was mach‘ ich hier eigentlich?“ kann gerade daran liegen, dass wir uns erheben und losgehen, ohne Gott in Bewegung zu sehen oder umgekehrt, liegenbleiben, wenn es längst Zeit zum Aufstehen ist. Go with the wind. Weiterlesen…

Erweckung in Gemeinden und geistliche Kraftwirkungen (Energemata)

Heute habe ich durch Zufall die Stellungnahme zum Rücktritt von Michael Trenkel bei Wort und Geist gelesen. Ich fand sie so gut und weise geschrieben, dass ich allen Lesern, die sich für Erweckung, geistliche Kraftwirkungen (Energemata) und dergleichen interessieren, empfehle die Stellungnahme zu lesen. Zu finden ist sie unter folgender Url auf Michael’s Homepage: http://www.michael-trenkel.de/docs/Stellunganhme_zur_Amtsniederlegung_M_Trenkel.pdf

Wie bereits gesagt empfehle ich die Stellungnahme wegen den Ausarbeitungen und Informationen zu den oben genannten Themen und nicht wegen dem Zusammenhang zu Wort und Geist. Ich finde Michaels Meinung in Sachen Wort und Geist zwar sehr interessant und bedenkenswert, da ich aber noch nie in einer Wort und Geist Gemeinde war, kann und möchte ich W+G nicht be- oder verurteilen. Abgesehen davon wünsche ich auch keine Kommentare zu W+G selbst zu diesem Beitrag, dafür gibt es ja genug andere Möglichkeiten…

Vertrauen ist der Antrieb für Veränderung

Fahrradfahren lernt man durch das Vertrauen, das einen jemand auffängt, wenn man fällt. Fahrradfahren lernt man alleine nur schwer. Fahrradfahren funktioniert so, Glauben auch.

Die Veränderung geschieht, weil du Vertrauen hast. In Gott, in dich, in jemanden oder etwas. Vertrauen, dass es gut werden wird. Dass du kannst. Aufrecht und gerade fahren, gehen, das Leben gestalten. Deswegen machst du dich auf den Weg. Deshalb verlässt du den sicheren Hafen, das warme Sofa, die gewohnten Gedanken und gehst ‚auf hohe See‘.
Vertrauen heißt, dahin zu schauen, wohin man gehen will. Nicht dahin, wo man nicht hin will. Wie beim Fahrradfahren ist es wichtig, den Blick fest auf einen Punkt zu richten. Vor allem: Nie nach unten sehen. Weiterlesen…